Gedanken, Erfahrungen und Perspektiven aus der Praxis
Impulse für neue Perspektiven
In meinem Blog greife ich aktuelle Themen rund um Unternehmertum, Innovation, Finanzierung, nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel auf. Dabei geht es nicht nur um Antworten, sondern auch um das Hinterfragen, Einordnen und Weiterdenken von Entwicklungen und Trends. Der Austausch mit Kolleg:innen, Expert:innen und interessierten Leser:innen ist mir wichtig. Ich freue mich über Anregungen, Rückmeldungen und Diskussionen zu den Beiträgen.
Nachhaltige Transformation im Mittelstand – strategisch relevant
Mai 2026
Wer im Mittelstand Verantwortung trägt, kennt das Spannungsfeld: Kosten steigen, Fachkräfte fehlen, Kund:innen und Auftraggeber fragen nach belastbaren Nachhaltigkeitsnachweisen – und gleichzeitig darf das Tagesgeschäft nicht ins Rutschen geraten. Genau hier entscheidet sich, ob nachhaltige Transformation im Mittelstand zum zusätzlichen Druckfaktor wird oder zum strategischen Hebel für Zukunftsfähigkeit.
Viele Unternehmen starten mit Einzelmaßnahmen. Eine Photovoltaikanlage hier, ein neues Reporting dort, vielleicht ein Workshop zur Unternehmenskultur. Das ist nicht falsch, reicht aber selten aus. Transformation entsteht nicht durch lose Projekte, sondern durch das Zusammenspiel von Geschäftsmodell, Führung, Finanzierung, Prozessen und Wirkung. Wer nur an einer Stelle optimiert, verbessert oft Symptome – nicht das System.
Wirtschaftliche Tragfähigkeit und nachhaltige Verantwortung zusammendenken
Der Mittelstand hat eine besondere Rolle. Er ist nah an Mitarbeitenden, Kund:innen, Lieferketten und Regionen. Entscheidungen wirken oft schneller als in Konzernen. Gleichzeitig fehlen häufig große Nachhaltigkeitsabteilungen, freie Ressourcen oder eingespielte Transformationsstrukturen. Gerade deshalb braucht es einen Ansatz, der wirtschaftliche Tragfähigkeit, ökologische Verantwortung und soziale Wirksamkeit zusammenführt.
Nachhaltige Transformation ist heute kein Reputationsprojekt mehr. Sie betrifft Beschaffung, Energie, Personalgewinnung, Produktentwicklung, Finanzierung und Risikomanagement. Banken achten genauer auf Zukunftsrisiken, öffentliche Auftraggeber stellen Anforderungen, junge Talente erwarten glaubwürdige Haltung. Auch in gewachsenen Geschäftsmodellen entstehen neue Fragen: Welche Produkte bleiben marktfähig? Welche Prozesse verursachen versteckte Kosten? Wo entstehen soziale Risiken im Unternehmen oder in der Lieferkette?
Es geht also nicht nur um Pflichterfüllung. Es geht darum, das Unternehmen so aufzustellen, dass es auch unter veränderten Marktbedingungen handlungsfähig bleibt. Nachhaltigkeit wird dann zum Bestandteil unternehmerischer Steuerung – nicht zum Anhang der Kommunikation.
Wo viele Mittelständler ins Stocken geraten
In der Praxis scheitert Transformation selten am guten Willen. Häufiger fehlt die Übersetzung in einen umsetzbaren Rahmen. Strategische Ziele sind zu allgemein, operative Teams zu stark ausgelastet und Verantwortlichkeiten unklar. Dann entsteht ein bekanntes Muster: viel Zustimmung im Prinzip, wenig Bewegung im System.
Ein zweiter Stolperstein ist die Trennung von Nachhaltigkeit und Kerngeschäft. Wenn Nachhaltigkeit nur als Berichtspflicht oder Imagefrage behandelt wird, fehlt die Verbindung zu Umsatz, Innovationskraft und Organisationsentwicklung. Das führt zu Abwehr – besonders dann, wenn Mitarbeitende nur zusätzlichen Aufwand sehen, aber keinen erkennbaren Nutzen.
Hinzu kommt ein dritter Punkt: MancheUnternehmen wollen alles gleichzeitig angehen. Emissionen, Lieferkette, Arbeitgebermarke, Diversität, Kreislaufwirtschaft, Fördermittel, Wirkungsmessung. Das ist ambitioniert und überfordert oft die vorhandenen Strukturen. Transformation braucht Prioritäten. Nicht alles ist sofort dran, aber das Wesentliche muss früh sichtbar werden.
Der richtige Start: erst verstehen, dann beschleunigen
Eine tragfähige nachhaltige Transformation im Mittelstand beginnt meist nicht mit der perfekten Roadmap, sondern mit einem ehrlichen Lagebild. Welche ökologischen und sozialen Themen sind für das Unternehmen tatsächlich wesentlich? Wo liegen die größten Hebel? Welche Anforderungen kommen von Markt, Finanzierung oder Regulierung? Und welche internen Ressourcen sind realistisch verfügbar?
Genau an dieser Stelle sind strukturierte Checkups wertvoll. Sie schaffen Orientierung, ohne vorschnell in Maßnahmenlisten zu kippen. Ein guter Checkup schaut nicht nur auf Kennzahlen, sondern auch auf Entscheidungswege, Unternehmenskultur, Innovationsfähigkeit und Partnernetzwerke. Denn Transformation ist nie nur eine technische Aufgabe.
Wer sauber analysiert, kann besser priorisieren. Vielleicht ist die größte Stellschraube nicht der CO2-Fußabdruck, sondern die Frage, wie das Produktportfolio zukunftsfähig weiterentwickelt wird. Vielleicht liegt der Engpass eher in der Führung oder in unklaren Zuständigkeiten. Vielleicht braucht es zuerst eine Förderstrategie, damit Investitionen überhaupt möglich werden. Es kommt darauf an, die Lage gut zu analysieren und darauf aufbauend die Prioritäten und Schritte richtig zu setzen.
Kleine Unternehmen – grosse Transformationen
Juli 2025
Ergebnisse der Edition 2024-2025 des Projektes META – Transformiere Dein Unternehmen
Im Juni 2025 präsentierten SOLLIV und MetLife Stiftung Mexiko die Ergebnisse der dritten Edition des Projektes – META Transformiere Dein Unternehmen. Ursula Heimann stellte als Projektleiterin die Ergebnisse zusammen mit ihrem Team vor. In zwei Panels diskutierten Teilnehmer:innen und Förderinstitutionen über die Relevanz von praxisorientierten Unterstützungs-Programmen für spezifische Unternehmenssegmente.
Die Edition 2024-2025 des Projektes konzentrierte sich speziell auf META-Unternehmen in Zentral- und Südostmexiko, mit einem besonderen Schwerpunkt auf von Frauen geführten Betrieben. Als META werden Unternehmen mit 6-15 Mitarbeitern, mindestens 3 Jahren Existenz und Umsätzen zwischen 1 und 7 Millionen MXN im Jahr bezeichnet. In Mexiko gibt es rund 350.000 Unternehmen dieser Größenordnung. SOLLIV hat dieses Segment 2018 in einer Studie identifiziert und beschrieben.
In die beiden Kohorten der aktuellen Ausgabe des Projektes META – Transformiere Dein Unternehmen schrieben sich 722 Personen aus 689 Unternehmen in 26 Bundesstaaten ein. 64 % dieser Betriebe wurden von Frauen geführt. 127 der von Frauen geführten Unternehmen entsprechen direkt dem META-Segment. Die von den Frauen definierten und priorisierten Ziele zeugen von einer umsetzungsorientierten, auf Resilienz, Kundennähe und strategische Weiterentwicklung ausgerichteten Geschäftsvision.
Verschaffe Dir hier einen Überblick über die Ergebnisse des Projektes META, Edition 2024-2025.
Kleine Unternehmen ganz gross
Juli 2025
Am 25. Juni fand die Abschlussveranstaltung der Edition 2024-2025 des Projektes META – Transformiere Dein Unternehmen in den Räumlichkeiten der MetLife Stiftung Mexico statt.
In dieser Edition des Programmes hatten sich 722 Personen aus 689 Unternehmen in Zentral- und Südostmexiko eingeschrieben, 64 % davon von Frauen geführt.
Die Abschlussveranstaltung stellte die Eigentümer:innen der teilnehmenden META-Unternehmen in den Mittelpunkt und verdeutlichte die Bedeutung dieses Segments für die mexikanische Wirtschaft sowie die Relevanz speziell auf die Besonderheiten und Bedürfnisse dieses Segments zugeschnittener Förderprogramme.
Lies hier unseren Blog zur Abschlussveranstaltung auf LinkedIn.
Sieh Dir hier das Video der Abschlussveranstaltung an.
HeideArtist – neue Initiative aus dem Haus der Möglichkeiten
November 2024
HeideArtist ist eine Initiative, die in unserem Haus der Möglichkeiten begann, wo wir unter anderem die Ausstellung „Snowball Effect Solutions“ präsentierten. Die Künstlerinitiative floriert und wächst schnell. Es handelt sich um eine Gruppe von Personen, die malen, schreiben, fotografieren, schauspielern, Musik machen, Skulpturen herstellen und vieles mehr.
Erst vor wenigen Monaten haben sie ein Netzwerk gegründet und beginnen nun bereits, Kunst und Veranstaltungen auf lokaler Ebene in Soltau – Norddeutschland – anzubieten. Es war mir eine große Freude, ihnen beim Start mit einigen Planungsworkshops im Haus der Möglichkeiten und im Soltauer Kulturzentrum Kantine zu helfen!
Haus der Möglichkeiten Soltau – Pressegespräch über Ergebnisse und Impact
Oktober 2024
Das Haus der Möglichkeiten hat als Pilotprojekt für die Stadt Soltau wichtige Ergebnisse und Learnings ergeben, die gerade in einem Pressegespräch mit der regionalen Böhmezeitung besprochen wurden. In einem Artikel der BZ vom 8. Oktober 2024 wurden sie beleuchtet.
Business Power Weekend für Gründerinnen im Heidekreis
Juni 2024
Danke an die Teilnehmerinnen des Business-Power-Wochenendes der Ko-Stelle Frau und Wirtschaft Heidekreis am 24. Mai 2024.
Als Einstieg in das Wochenende konnte ich mit ihnen über grundlegen Aspekte und Strategien sprechen, die für erfolgreiche Gründungen notwendig sind. Lies hier meine Insights.